Öffnungszeiten: Di. - Fr. 10 - 16 Uhr, Sa. + So. 10 - 18 Uhr, Montag: Ruhetag

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Erdbeben

Im ENERGIE ERLEBNIS ZENTRUM Ostfriesland haben Besucher die Möglichkeit, in einer interaktiven Ausstellung alles über die Entstehung von Erdbeben zu erfahren. Die Ausstellung bietet einen faszinierenden Einblick in die Geologie und zeigt, wie Erdbeben entstehen und welche Auswirkungen sie haben können.

Was ist ein Erdbeben?

Ein Erdbeben ist eine plötzliche Freisetzung von Energie in der Erdkruste, die seismische Wellen erzeugt. Diese Energie wird in der Regel durch das plötzliche Auseinanderbrechen von Gestein entlang von geologischen Verwerfungen freigesetzt. Verwerfungen sind Bruchzonen in der Erdkruste, an denen tektonische Platten aufeinandertreffen, auseinanderdriften oder aneinander vorbeigleiten.

 

Wie entstehen Erdbeben?

Erdbeben entstehen durch die plötzliche Freisetzung von Energie in der Erdkruste infolge von Spannungen, die durch Bewegungen der tektonischen Platten aufgebaut werden. Die Erdoberfläche besteht aus mehreren großen tektonischen Platten, die auf dem zähflüssigen Mantel der Erde schwimmen. Diese Platten bewegen sich ständig, wenn auch langsam, aufgrund von Strömungen im darunterliegenden Mantel, die durch Wärme aus dem Erdinneren angetrieben werden. Hier sind einige Hauptursachen für Erdbeben:

Tektonische Plattenbewegungen: Die Hauptursache für Erdbeben ist die Bewegung der tektonischen Platten. Es gibt drei Haupttypen von Plattengrenzen, an denen Erdbeben entstehen können:

  1.  Konvergierende Plattengrenzen: Hier schiebt sich eine Platte unter eine andere (Subduktion), oder beide Platten stoßen zusammen und verursachen die Hebung von Gebirgen (Kollision). Diese Prozesse erzeugen Spannungen im Gestein, die sich schließlich in einem Erdbeben entladen können.
  1.  Divergierende Plattengrenzen: Hier driften zwei Platten auseinander, wie es beispielsweise entlang des mittelozeanischen Rückens geschieht. Die aufsteigende Magma bewirkt, dass die Platten auseinandergedrückt werden, wodurch Spannungen entstehen, die Erdbeben verursachen können.
  1.  Transforme Plattengrenzen: Hier gleiten zwei Platten horizontal aneinander vorbei, wie es beispielsweise entlang der San-Andreas-Verwerfung in Kalifornien geschieht. Die Spannungen, die sich entlang dieser Verwerfungen aufbauen, können zu Erdbeben führen.

 

Vulkanische Aktivität: Erdbeben können auch in Verbindung mit vulkanischer Aktivität auftreten. Wenn Magma aufsteigt und sich seinen Weg durch die Erdkruste bahnt, kann es Druck auf das umgebende Gestein ausüben und Spannungen erzeugen, die zu Erdbeben führen.

Menschliche Aktivitäten: In einigen Fällen können auch menschliche Aktivitäten Erdbeben auslösen oder verstärken. Beispiele hierfür sind der Bau großer Staudämme, die Injektion von Flüssigkeiten in den Untergrund bei der Erdöl- und Erdgasförderung oder bei geothermischen Projekten sowie unterirdische Atomtests.

Erdbeben entstehen also durch eine Kombination von natürlichen und menschlichen Faktoren, die zu Spannungen in der Erdkruste führen. Wenn diese Spannungen zu groß werden, bricht das Gestein entlang von Verwerfungen, und die dabei freigesetzte Energie verursacht seismische Wellen, die sich als Erdbeben ausbreiten.

 

Wo treten Erdbeben auf?

Erdbeben treten hauptsächlich in Gebieten auf, in denen tektonische Platten aufeinandertreffen, auseinanderdriften oder aneinander vorbeigleiten, wie z.B. entlang der Plattengrenzen. Ein bekanntes Beispiel ist der Pazifische Feuerring, der einen Großteil der weltweit aktiven Vulkane und Erdbebenzonen umfasst.

 

Größe der Erdbeben

Erdbeben können in verschiedenen Größen und Intensitäten auftreten, von kleinen, kaum spürbaren Erschütterungen bis hin zu großen, katastrophalen Beben, die schwere Schäden an Gebäuden, Infrastruktur und der Umwelt verursachen können. Die Stärke eines Erdbebens wird auf der Momenten-Magnituden-Skala (Mw) gemessen, die den freigesetzten Energiebetrag quantifiziert. Erdbeben unter Magnitude 2,5 sind im Allgemeinen nicht spürbar, während solche über Magnitude 7,0 als große Beben gelten und beträchtliche Schäden verursachen können.

 

Wusstest du, dass…

….es in Deutschland in der Vergangenheit bereits Erdbeben gegeben hat? Deutschland liegt zwar nicht in einer der weltweit am stärksten von Erdbeben betroffenen Regionen, aber es kommt dennoch zu seismischer Aktivität. Die meisten Erdbeben in Deutschland sind klein und verursachen nur geringe Schäden oder werden gar nicht von der Bevölkerung wahrgenommen.

Einige Regionen in Deutschland sind jedoch anfälliger für Erdbeben als andere. Zum Beispiel ist das Rheinische Schiefergebirge, insbesondere das Gebiet um den Rheingraben, eine der seismisch aktiven Regionen Deutschlands. Auch das Vogtland, das Gebiet rund um den Oberrheingraben, und das Schwäbisch-Fränkische Waldgebiet sind für ihre seismische Aktivität bekannt.

In der Geschichte gab es einige stärkere Erdbeben in Deutschland, die Schäden verursachten. Eines der bekanntesten Beispiele ist das Erdbeben von Basel im Jahr 1356, das damals große Zerstörungen in der Stadt und der Umgebung verursachte. Obwohl Basel heute in der Schweiz liegt, ist das Ereignis auch für das angrenzende deutsche Gebiet von Bedeutung, da es zeigt, dass stärkere Erdbeben in der Region möglich sind.

 

Nach den umfangreichen Informationen über die Entstehung von Erdenergie in der interaktiven Ausstellung des ENERGIE ERLEBNIS ZENTRUM Ostfriesland, lädt das hauseigene Restaurant Besucher ein, sich bei regionalen Köstlichkeiten zu stärken und das Erlebte Revue passieren zu lassen.

Die Gastronomie mit warmer Küche hat täglich von 10:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Die warme Küche ist von 12:00 bis 16:00 Uhr für Besucher zugänglich.

Kontakt
ENERGIE ERLEBNIS ZENTRUM Ostfriesland
Osterbusch 2
26607 Aurich

Telefon+49 (0) 4941 – 69 84 60
E-Mail: info@eez.aurich.de